Historia interculturalis

 

Fenêtre3

« Fenêtre »

Takashi Naraha

Clermont-Ferrand

Home/

Gesamtübersicht

Thema:

Jüdische Geschichte/

Europäische Geschichte

>>AG Deutsch-jüdische Geschichte im Verband der Geschichts­lehrer Deutschlands

 

 

Last update:

09.07.2010

 

Übersicht

 

Auf dieser Seite:

 

>>Schulbuch

 

„Die Juden“ in Schulbuch und Unterricht –

Über die Macht der Vorurteile und die Probleme dagegen anzukämpfen

Hinweis und Links auf zwei Artikel in der Zeitschrift »Kommune«

von Wolfgang Geiger

Neu: Fortsetzung zum Thema Israel

>>Sinn

In flagranti: Die Reaktualisierung des Vorurteils im Gewande des Anti-Antisemitismus.

Hans-Werner Sinn über Juden und Finanzmanager

 

>>Ausstellungen

Aktuelle und vergangene Ausstellungen

 

>>Links

 

 

>>Präsentation

>>Frankfurt

Virtuelle Ausstellungen, Internetadressen und Links zur (europäisch-) jüdischen Geschichte von W. Geiger

Besonderer Hinweis / Link zur Homepage über Gabriel Riesser und die Paulskirche

Analytische Präsentation einiger Internetseiten zur (deutsch-)jüdischen Geschichte

von Dorothea Schleider

Jüdische Geschichte und Antisemitismus in Frankfurt am Main. Bibliographie und Linkliste

von Dennis Rahmann

 

>>Bibliographie

Auswahlbibliographie von Printmedien

 

 

 

Auf weiteren Seiten:

 

>>Jüdische Geschichte 2

„Privilegien“ oder „green card“ des Medium Aevum:

Der Weg jüdischer Händler an den Rhein im frühen Mittel­alter

Eckpunkte für eine wissenschaftliche Betrachtung in didaktischer Absicht

von W. Geiger [last update: 27.12.2007]

Ecclesia und Synagoga

Die Kirche und ihr Verhältnis zu den Juden im Mittelalter

von W. Geiger [last update: 21.10.2008]

Die Stellung der Juden im „Sachsenspiegel“ (ca. 1220-1235)

Auszug aus der Quelle mit Kommentar zur Situation im 12. und 13. Jh. (W. Geiger)

Deutsch-jüdische Geschichte im Mittelalter / Der Mythos vom jüdischen Geldverleih

Beitrag auf dem Historikertag 2006 in Konstanz im Rahmen der Didaktik-Sektion

Deutsch-jüdische Geschichte im Unterricht

Sondergeschichte – Beziehungsgeschichte – gemeinsame Geschichte?

 

>> Jüdische Geschichte 3

Judenfeindschaft und Antisemitismus zwischen 1890 und 1933 - auch eine Spurensuche

von Thomas Lange

Zuerst erschienen 1997 in: "L'chajim". Die Geschichte der Juden im Landkreis Darmstadt-Dieburg, herausgegeben von Thomas Lange. n Thomas Langehnis:

 

>>Israel und Palästina

Jüdische Geschichte / Israel und Palästina

auf einer eigenen Seite von Historia Interculturalis

 

>>Link zu Hist. Univ.

Jüdische Geschichte 1933-45, NS-Verfolgungen und Holocaust, sowie Befreiung 1945 / Displaced Persons – siehe die Seite auf Historia Universalis

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

corvustempus

ÖKontakt W.Geiger

Zur Homepage der

ÖKommune

Zum Artikel

Ödirekt

 

 

 

 

 

 

ÖInfo Buch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum Artikel

Ödirekt

 

 

 

 

 

 

 

 

Öhagalil online

Öschule.judentum.de

ÖZu den Artikeln auf Hagalil direkt

ÖCompass

Wolfgang Geiger

„Die Juden“ in Schulbuch und Unterricht –

Über die Macht der Vorurteile und die Probleme dagegen anzu­kämpfen

 

Für die in Frankfurt/M. herausgegebene Zeitschrift Kommune habe ich in zwei Folgeartikeln einschlägige Geschichts­lehrbücher für den Gymnasialbereich einer kritischen Analyse daraufhin unterzogen, wie darin die jüdische bzw. die deutsch-jüdische Geschichte (zunächst für die Epoche des Mittelalters) dargestellt wird:

„Privilegien, Verfolgung, Vertreibung...“

Der Anti-Antisemitismus und die Macht der Vorurteile – Erfahrungen eines Lehrers

in: Kommune – Forum Politik×Ökonomie×Kultur, N°5/2004 (Okt.-Nov.), S. 94-100.

Der Text ist auch online auf der Homepage der Kommune verfügbar, außerdem wurde er von Hagalil Online übernommen (siehe dazu weiter unten), ferner sind beide Artikel zusammen und leicht überarbeitet in der Zeitschrift Begegnungen herausgekommen (Details siehe unten).

Die Untersuchung ist das Resultat einer längerfristigen Beschäftigung mit dem Thema, über das ich bereits vor Jahren im Rahmen eines Vortrags zur interkulturellen Geschichte auf einem Seminar des HeLP (Hessisches Landesinstitut für Pädagogik) gesprochen und das ich seither weiterverfolgt habe. Der besagte Vortragstext erschien als Anhang in meinem Buch Geschichte und Weltbild (2002). In dem 2004 veröffentlichten Kommune-Artikel untersuche ich eine Reihe von Geschichts­lehrbüchern für die 8. und 11. Klasse und komme zu dem Ergebnis, dass sich de facto in allen Lehrwerken bei dem Thema „Juden im Mittelalter“ (gewiss wider Willen) die Repro­duktion klassischer Vorurteile („Geldjuden“ usw.) wiederfindet, weil diese als Begründung für die Diskriminierung, Verfolgung und Ermordung der Juden übernommen werden, die natürlich in den Lehrwerken verurteilt wird. Dabei fallen jedoch einfache historische Wahrheiten – nicht alle Juden waren Geldverleiher und nicht alle Geldverleiher Juden – oft schlicht unter den Tisch. Überhaupt bleibt die Erklärung der jüdischen Präsenz in Europa rudimentär und verzerrend auf den Verfolgungsaspekt reduziert, so dass sich zwangsläufig das Bild von den Juden als „Fremdkörper“ verfestigt.

In der Kommune 6/04 wurde diese Untersuchung im Hinblick auf Antisemitismus und Rassismus im 19. und 20. Jahrhundert fortgesetzt:

„Hilflose Aufklärung“? Probleme des Anti-Antisemitismus in Schulbüchern und Unterricht – 2. Teil: Der Antisemitismus des 19. und 20. Jahrhunderts

in: Kommune – Forum Politik×Ökonomie×Kultur, N°6/2004 (Dez.-Jan.), S. 86-92.

Inwiefern und wie wird die Vorgeschichte des Nationalsozialismus, also die Entstehung des spezifisch „modernen“ Rassismus im 19. Jahrhundert thematisiert, welches Bild von den Juden im Zeitalter der Emanzipation wird vermittelt, welchen Stellenwert nehmen Antisemitismus und Holocaust in den Schulbüchern ein und ist dies eine Frage der Zahl der Buchseiten...?

Der Artikel befindet sich ebenfalls online auf der Seite der Kommune  (allerdings mit dem Manko einer fehlenden Tabelle –aus technischen Gründen).

 

Echos im Internet:

Beide Artikel wurden von Hagalil Online auf deren Seite zum Thema Judentum und Schule übernommen und stehen dort online im Netz. (Zu Hagalil siehe auch weiter unten).

Ein positives Echo gab es auch beim Compass-Infodienst für deutsch-jüdische Geschichte und Aktualität. (Zu Compass siehe auch weiter unten).

 

Neu-Edition:

Der Anti-Antisemitismus und die Macht der Vorurteile. Erfahrungen eines Lehrers

in: Begegnungen – Zeitschrift für Kirche und Judentum, N°3/2005, S.2-19.

Herausgegeben vom evangelisch-lutherischen Zentralverein für Begegnung von Christen und Juden e.V. (Hannover)

Leicht überarbeitete Zusammenstellung der beiden unten genannten Artikel aus  Kommune 5 und 6 /2004, mit neuem Bildmaterial.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ÖOnlineExtra97

Fortsetzung zum Thema Israel im Schulunterricht:

 

Das Thema Zionismus – Gründung Israels – Nahostkonflikt ist die zwingende Fortsetzung der o.g. Thematik und Problematik jüdische Geschichte im Unterricht in Deutschland zu behandeln. Vom Thema Islam und Terrorismus aus den meisten Lehrplänen und Schulbüchern der Geschichte verdrängt, hat dieses dennoch im öffentlichen Bewusstsein, auch das der Schüler, so aktuelle und wichtige Thema eine prekäre Existenz zwischen Politik und Religion. Dabei bleibt die geschichtliche Erklärung meistens auf der Strecke. Was dies bewirkt und wie dem Abhilfe zu schaffen ist, habe ich in einem weiteren Beitrag für die Zeitschrift Begegnungen umrissen:

Zwischen Scham und Vorurteil: Das Thema Israel im Unterricht – und nicht nur da

in: Begegnungen – Zeitschrift für Kirche und Judentum, N°2/2009, S.8-15.

Herausgegeben vom evangelisch-lutherischen Zentralverein für Begegnung von Christen und Juden e.V. (Hannover)

Erschien gleichzeitig als Online Extra N°97 (Juni 2009) beim Compass-Infodienst

 

 

 

 

 Jüdisches Museum

Frankfurt

 

Leo-Baeck-Programm

 

Die Resultate meiner Analyse decken sich im Grundsätzlichen mit der Kritik an den Lehrplänen der Kultusministerien von Seiten des Leo-Baeck-Instituts, das deswegen 2003 eine Orientierungshilfe für Lehrplan- und Schulbucharbeit sowie Lehrerbildung und Lehrerfortbildung erstellt hat (siehe Bild rechts). Die Broschüre kann über das Jüdische Museum Frankfurt/M. bestellt bzw. der Text auch auf der Website des Museum heruntergeladen werden sowie auf der Website des Leo-Baeck-Programms für Schule und Lehrerfortbildung. In 7 Abschnitten werden Leitgedanken zur adäquaten Behandlung der deutsch-jüdischen Geschichte im Unterricht vom Mittelalter bis in die Zeit nach 1945 dargelegt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ÖInterview Tagesspiegel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ÖWulff Welt Online

In flagranti:

Die Reaktualisierung des Vorurteils im Gewande des Anti-Antisemitismus

Hans-Werner Sinn über Juden und Finanzmanager

„In jeder Krise wird nach Schuldigen gesucht, nach Sündenböcken. Auch in der Weltwirtschaftskrise von 1929 wollte niemand an einen anonymen Systemfehler glauben. Damals hat es in Deutschland die Juden getroffen, heute sind es die Manager.“

Mit diesem Zitat in einem Interview für den Berliner Tagesspiegel am 27.10.2008 hat der Direktor des Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, exemplarisch dargestellt, wie man im Gewande des Anti-Antisemitismus unwillentlich das antisemitische Vorurteil reaktualisiert. Dass dies gewiss unwillentlich geschah, soll hier nicht im Sinne seiner dann nachfolgenden Entschuldigung angesichts des Protests des Zentralrats der Juden verstanden werden, sondern vielmehr als Beweis für die Macht des Vorurteils in unseren Köpfen.

Zunächst ist der Vergleich absurd und empörend: Den heutigen „Sündenböcken“ droht ja keineswegs das, was den deutschen und europäischen Juden nach der Errichtung der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft widerfuhr, im Sinne der kurz nach Sinns Wort vom niedersächsischen Ministerpräsidenten nachgelieferten „Pogromstimmung“. Entsprechend geschmacklos ist der Vergleich und beleidigt die Opfer, wie es der Generalsekretär des Zentralrats, Stephan Kramer, kommentierte. Die Logik des Vergleichs ist freilich erkennbar: So wenig wie damals Personen in führenden Positionen der Wirtschaft für die Weltwirtschaftskrise verantwortlich im Sinne eines schuldhaften Verhaltens waren, so wenig sind sie es heute. Die Sündenbocktheorie erlaubt hier mit anti-antisemitischer Intention hinsichtlich der Vergangenheit eine Parallelisierung mit heute, wonach dem Ruf die Verantwortlichen der Finanzkrise auch persönlich zur Rechenschaft zu ziehen eine Intention ähnlich des Antisemitismus von damals unterstellt wird und die Verantwortlichen als Opfer einer vergleichbaren Demagogie dargestellt werden – zu ihrer Entlastung.

Zu untersuchen wäre übrigens noch, ob „die Juden“ in der Weltwirtschaftskrise überhaupt in diesem Ausmaß die Zielscheibe der Propaganda waren, wie der Vergleich suggeriert, in der allgemeinen Presse bestimmt nicht.

Als untergründige Botschaft des Vergleichs wird aber der alte antisemitische Topos vom „Geldjuden“ im (Unter-) Bewusstsein hängen bleiben. Allein die Tatsache, „die Juden“ rückblickend mit der Weltwirtschaftskrise in Verbindung gebracht zu haben, wird mehr dazu beitragen, dass sich das Vorurteil der exklusiven Beziehung der Juden zum Geld erneuert und verfestigt, als das beabsichtigte Gegenteil, nämlich Sündenbockmuster zu erkennen. In der Parallelisierung kommt neben der beabsichtigten Sündenbock-Parallele ja auch die dahinter stehende Voraussetzung als Parallele zum Tragen, die dadurch zwischen den heute real in verantwortlichen Positionen sitzenden Managern und den damaligen jüdischen Bankiers hergestellt wird, nämlich die Vorstellung, „die Juden“ hätten damals die Finanzwelt kontrolliert. Dies ist ein Teil des „modernen“ antisemitischen Vorurteils, das Herr Sinn explizit reaktualisiert, denn er hat ja nicht gegen das Vorurteil gesprochen, dass Juden damals an allen Schaltstellen der Wirtschaft gesessen hätten, sondern nur dagegen, dass sie in solcher Funktion schuld an der Krise gewesen seien. Mit seiner Verurteilung des Sündenbock-Klischees trägt er somit paradigmatisch dazu bei, das Vorurteil als solches zu bekräftigen: die Juden hatten maßgeblichen Einfluss auf die Weltwirtschaft („internationales Finanzjudentum“ im NS-Jargon).

Im allgemeinen (Unter-)Bewusstsein wird nicht mehr die Entgleisund und Entschuldigung von Herrn Sinn hängen bleiben, sondern das dadurch bekräftigte historische antisemitische Vorurteil.

2.11.2008/17.11.2008

 

 

 

Ausstellungen – aktuell

 

Siehe auf

ÖHistoria Universalis

 

Raub und Restitution – Ausstellung im Jüdischen Museum Berlin

 

 

 

 

 

Vergangene Ausstellungen

 

Mehr mit Links dorthin und anderen Infos zum Thema auf Historia Universalis

Oskar Schindler und seine Liste der Rettung

Ausstellung und Schindler-Lernzentrum im Jüdischen Museum Frankfurt a.M.

"Vater Courage"
Oskar Schindler – unerkannt in Frankfurt


Ausstellung zum 100. Geburtstag

Museum Judengasse
24. April – 31. August 2008

 

ÖStaatsarchiv DA

 

ÖAusstellung

 

Im Hessischen Staatsarchiv Darmstadt fand vom 15.10.-30.11.2007 eine Ausstellung statt über die Juden am Mittelrhein in der „vormodernen Zeit“, d.h. im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit oder im Mittelalter nach jüdischer Sicht:

Ausstellung Gebraucht und doch verachtet: Vom Kammerknecht zum Landjuden

„Die Juden der vormodernen Zeit am Mittelrhein“

 

„Dargestellt werden soll die wechselvolle Geschichte der Juden, besonders ihrer Beziehungen zur christlichen Umwelt in der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt ebenso wie in angrenzenden Regionen in Mittelalter und Früher Neuzeit bis zum beginnenden 19. Jahrhundert. Dabei sollen Besonderheiten des mittelrheinischen, aschkenasischen Judentums ebenso herausgestellt werden wie Übereinstimmungen mit der übrigen Entwicklung im Bereich des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. [...]Gezeigt werden sollen vor allem Originalquellen aus dem Hessischen Staatsarchiv Darmstadt, das über eine bisher wenig bekannte, reichhaltige Dokumentation zur Geschichte der Juden verfügt. [...]Zur Ausstellung wird ein kleiner Katalog erscheinen, der die ausgestellten Dokumente mit einigen wenigen Abbildungen beschreiben wird. Gleichzeitig wird die Ausstellung unter der Federführung des Archivpädagogen Dr. Thomas Lange mit ausführlichen Quellentexten und Erläuterungen im „Digitalen Archiv“ des Hessischen Staatsarchivs Darmstadt präsentiert werden.“

 

 

 

 

 

Museum Speyer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mehr zur Uni Trier

weiter unten.

In diesem Zusammenhang möchte ich auf die große Ausstellung hinweisen, die vom 19. November bis zum 20. März 2005 im Historischen Museum der Pfalz in Speyer (Nähe Dom) zu sehen war.

Auszug aus dem Präsentationstext:

Europas Juden im Mittelalter

leuchter„Die Ausstellung "Europas Juden im Mittelalter" stellt vom 19. November 2004 bis 20. März 2005 das mittelalterliche Judentum mit seinen beiden Zentren am Rhein und auf der Iberischen Halbinsel vor.
Beleuchtet werden dabei die Gemeindestrukturen, die religiösen Gebräuche, die literarische Tätigkeit in Religion, Philosophie und anderen Wissenschaften sowie die jüdischen Einflüsse auf Gesellschaft und Wirtschaft.
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das Verhältnis der beiden jüdischen Traditionskreise der Aschkenasen und der Sepharden zueinander und zu ihrer nicht-jüdischen Umwelt.“ 

Die Ausstellung erforderte leider explizite Vorkenntnisse über die jüdische Geschichte der iberischen Halbinsel, insofern ist die museums­pädagogische Umsetzung des didaktischen Ziels zu kritisie­ren. Für den etwas einge­weihten Beobachter bot die Ausstellung jedoch eine reichhaltige Sammlung seltener Exponate – uns sei’s nur in Reproduktion.

Zu empfehlen ist daher der Katalog:

Europas Juden im Mittelalter, herausgegeben vom Historischen Museum der Pfalz, Speyer, Hatje Cantz Verlag.

Ebenfalls empfehlenswert:

Christoph Cluse (Hg.), Europas Juden im Mittelalter, Beiträge des internationalen Symposiums in Speyer vom 20.-25.10.2002, Trier (Kliomedia) 2004.

 

 

Jüdisches Museum

Frankfurt am Main

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fritz Bauer Institut

Wer weiß, dass die letzte Deportation aus Frankfurt am Main noch am 15. März 1945 stattfand? Die dabei ins KZ Theresienstadt Deportierten überlebten durch das baldige Kriegsende.

Offizieller Text des Jüdischen Museums Frankfurt zur Ausstellung 2005:

 

"Und keiner hat für uns Kaddisch gesagt ..."

Deportationen aus Frankfurt am Main 1941 bis 1945

Jüdisches Museum
15. März 2005 – 4. September 2005


Die Ausstellung stellt erstmals umfassend die Deportation der Juden aus Frankfurt zwischen 1941 und 1945 dar. Über 10.000 Juden wurden in die Ghettos, Konzentrations- und Vernichtungslager des Ostens verschleppt.

Am 19. Oktober 1941 verließ der erste Transport mit über 1.100 Menschen Frankfurt. Ab sechs Uhr morgens holten an diesem Tag SA-Leute die überraschten Menschen aus ihren Wohnungen und trieben sie mit einem Schild um den Hals und ihrem Gepäck in der Hand zur Großmarkthalle. Von dort wurden sie in das Ghetto Lodz verschleppt. Nur zwei überlebten. Noch am 15. März 1945, elf Tage bevor die amerikanischen Truppen Frankfurt erreichten, wurden die letzten, die bis dahin noch vor der Deportation durch ihre Ehe mit einem nicht-jüdischen Partner bewahrt waren, in das Ghetto Theresienstadt abtransportiert.

Im Zentrum der Ausstellung stehen die Lebensläufe exemplarisch ausgewählter Personen, die anhand von persönlichen Zeugnissen, Dokumenten und Fotos eindringlich nachgezeichnet werden. Aus der Perspektive der Opfer werden so der Ablauf der Deportation in Frankfurt und das Schicksal der Verschleppten in den Lagern und Ghettos rekonstruiert. Die Ausstellung wird durch Filme, Audiostationen und interaktive Informationsangebote ergänzt.

"Kaddisch" ist das traditionelle jüdische Gebet, das Gott im Vertrauen auf die Auferstehung der Toten lobpreist.

Zur Ausstellung ist ein umfassender, reich bebilderter Katalog im Verlag Stroemfeld erschienen (20 Euro).

 

Das Museum hat in seiner pädagogischen Schriftenreihe ebenfalls ein Heft diesem Thema gewidmet:

„Und keiner hat für uns Kaddisch gesagt...“ Deportationen aus Frankfurt am Main 1941 bis 1945, Pädagogische Schriftenreihe Nr.6

Das Fritz-Bauer-Institut hat ebenfalls ein Heft seiner pädagogischen Schriftenreihe Konfrontationen dem Thema Deportationen gewidmet (nicht auf Frankfurt bezogen):

Verena Haug / Uta Knolle-Tiester / Gottfried Kößler: Bausteine für die pädagogische Annäherung an Geschichte und Wirkung des Holocaust, Heft 5: Deportationen, Frankfurt a.M.(Fritz Bauer Institut) 2003.

 

ÖAusstellung Frankfurter Schule

Ausstellung Die Frankfurter Schule und Frankfurt – Eine Rückkehr nach Deutschland im Jüdischen Museum Frankfurt a.M.

 

 

 

 

corvustempus

Virtuelle Ausstellungen, Internetadressen und Links zur (europäisch-) jüdischen Geschichte und Aktualität

zusammengestellt von Wolfgang Geiger

 

 

Last update:

08.03.2009

 

 

 

ÖLink zu Hist. Univ.

F Jüdische Geschichte 1933-45, NS-Verfolgungen und Holocaust, sowie Befreiung 1945 / Displaced Persons – siehe die Seite auf Historia Universalis

 

ÖGraetz/Zeno.org

Heinrich Graetz, Die Geschichte der Juden, gibt es online bei Zeno.org. Das 1853-75 entstandene und bis heute umfassendste Werk über die jüdische Geschichte ist in vielen Details durch die neuere Forschung überholt, es bleibt aber dennoch ein Nachschlagewerk besonderer Dimension im wahrsten Sinne des Wortes. Entscheidend auch die durchweg jüdische Perspektive auf die Geschichte.

 

ÖRiesser

 

Leo-Baeck-Programm

 

Hinweis / Link zur neuen Website über Gabriel Riesser und die Paulskirche

Gabriel Riesser war ein bedeutender „Streiter für Recht und Freiheit“, der sich im Vormärz und im Paulskirchenparlament erfolgreich für die Gleichberechtigung der Juden einsetzte, was ihm auch das Amt des Vizepräsidenten der Nationalversammlung eintrug. In seinem Engagement war der Kampf für die Emanzipation der Juden und der Kampf für allgemeine Grundrechte und Freiheiten zwei Seiten und und derselben Medaille.

Die Website mit umfangreichem Material von und zu Gabriel Riesser und die deutsche Geschichte wurde gefördert vom Leo Baeck Programm und maßgeblich von Uri Kaufmann und Katharina Rauschenberger erarbeitet. Sie stellt Bild- und Textquellen für den schulischen Unterricht (Sek. I und Sek. II) zur Verfügung.

 

 

http://www.gabrielriesser.de/grafik/leobaeck_logo.jpg

Eine gemeinsame Initiative der Freunde und Förderer des Leo Baeck Instituts e.V., des Fonds „Erinnerung und Zukunft“

und der gemeinnützigen Hertie-Stiftung

 

 

Hagalil online

Hagalil Doku-Archiv

schule.judentum.de

ÖPräsentation

Hagalil Online ist eine von München und Tel Aviv aus geführte engagierte Website mit politischem Anspruch, die eine große Bedeutung errungen und sich zur Nummer 1 im Web entwickelt hat. Neben der Wahrnehmung ihrer journalistischen Aufgabe (aktuelle Nachrichten und Kommentare dazu) bietet die Website in ihrem Archiv auch eine Dokumentation zur Geschichte des Judentums in all seinen Aspekten an. Außerdem hat die Redaktion eine neue Seite mit eigener Adresse zum Thema Schule/Judentum eingerichtet.

FSiehe auch hier weiter unten die analytische Präsentation der Website!

***

 

Compass

Der »Compass-Infodienst für christlich-jüdische und deutsch-israelische Tagesthemen im Web« ist ebenfalls zu einer Top-Adresse im journalistischen Bereich im Internet geworden. Das Nachrichtenjournal ist allerdings nur über ein Abonnement zu beziehen, ältere Ausgaben stehen jedoch auf der Website, außerdem gibt es sei einiger Zeiten einen freien Online-Bereich mit Hintergrundartikeln, der sich im weiteren Aufbau befindet.

***

 

ÖAG Jüdische Samml.

ÖUSC Shoah Foundation Institute

ÖVisual History FU

Die AG Jüdische Sammlungen vernetzt die Arbeit von Archiven, universitären und anderen Einrichtungen, Begegnungs- und Gedenkstätten, die Dokumente zur jüdischen Geschichte sammeln und darüber forschen. Die Internetplattform enthält Links zu Online-Materialien auf der ganzen Welt, so die von der Shoah Foundation initiierten Visual History Archive, deren erstes in Deutschland an der FU Berlin eingerichtet wurde.

 

Planet-Schule/Juden

Planet-Schule – Das Wissensportal von SWR und WDR bietet Informationen und Unterrichtsmaterial rund um die sechsteilige Fernsehdoku Die Juden – Geschichte eines Volkes.

 

UniBiblioFfm Judaica

Ö…Datenbanken

Ö…Internetquellen

Die Universitätsbibliothek der Goethe-Universität Frankfurt am Main unterhält ein Sondersammelgebiet der Deutschen Forschungsgemeinschaft zum Thema Judentum (Einstieg über link: „judaica“), darunter Datenbanken sowie Internetquellen

 

ÖVirtuelle Synagogen

Im Rahmen eines Projekts zur CAD-Architektur werden an der TU Darmstadt zerstörte Synagogen virtuell rekonstruiert. Zahlreiche Bilder daraus werden auf der Website angeboten sowie Hintergrundinformationen zu den Synagogen aus dem laufenden Forschungsprojekt.

 

ÖKammerknecht…

Gebraucht und doch verachtet: Vom Kammerknecht zum Landjuden. Geschichte der Juden in der Vormoderne am Mittelrhein

Online-Ausstellung des Hessischen Staatsarchivs Darmstadt, erarbeitet in Zusammenhang mit dem Institut für Geschichte der TU Darmstadt

 

ÖAusgrenzung…

"...möchten verbrennet werden".

Ausgrenzung und Gewalt gegen Ketzer, Juden, Hexen ... auch in der hessischen Geschichte

Online-Ausstellung des Hessischen Staatsarchivs Darmstadt

 

Uni Tübingen

 

Die Historiker der Universität Tübingen haben mehrere Linksammlungen zusammengestellt, darunter auch zum Judentum im Mittelalter.

***

 

Arye Maimon Institut

 

 

 

 

Historia-iudaica

 

Chr. Cluse

Das Arye Maimon-Institut für Geschichte der Juden  an der Universität Trier, geleitet von Prof. Dr. Alfred  Haverkamp, hat eines der Web-Portale für jüdische Geschichte in Europa aufgebaut. Dort findet man weitere Links zur internationalen Forschung und Dokumentation.

Außerdem ist dort auch die deutsche Sektion eines europäischen Forschungsprojektes angesiedelt, mit einer eigenen Website Historia–iudaica, auf der man ebenfalls weitere Links sowie eine Sammlung von Online-Quellentexten vom 10.-16. Jh. findet. Weitere Quellen werden von Christoph Cluse unter einer eigenen Adresse ins Netz gestellt.

Links augenblicklich out of order – wird alles überarbeitet. 5.12.09

***

 

Münchner Linkliste

Das Historische Seminar / Abteilung für jüdische Geschichte und Kultur der Universität Mün­chen bietet eine interessante Link-Liste von „offiziellen Adressen“, d.h. Universitäten, Forschungs­einrichtungen, Medien etc. inkl. weiterer Suchmöglichkeiten zur jüdischen Geschichte und Kultur.

***

historicum.net

ÖJüdische Geschichte

 

ÖPräsentation

 

Einen guten Einstieg + Überblick über die deutsch-jüdische Geschichte der Neuzeit (ab 16. Jh.) sowie über die diesbezügliche deutsche und internationale Forschung liefert das historicum.net der Universität München. Von der Startseite aus gelangt man über Fachgebiete zur jüdischen Geschichte oder aber über den direkten Link hier.

FSiehe auch hier weiter unten die analytische Präsentation der Website!

 

***

Virtual Library

Geschichte

Virtuelle Bibliothek/

Jüdische Geschichte

Das internationale Projekt der Virtual Library wird in Deutschland an der Universität Erlangen vertreten.

Diese Virtuelle Bibliothek Geschichte hat eine Seite zur Jüdischen Geschichte in Deutschland.

Alles links out of order. Wird überprüft. 5.12.09

***

Museum Judengasse

Linkliste

 

Das Jüdische Museum Frankfurt a.M. bietet außer wertvollen Informationen zur jüdischen Geschichte Frankfurts im Rahmen seiner Website zum Museum Judengasse auch eine Linkliste zu anderen Museen und ihren Webangeboten in Deutschland an.

***

 

Jüdisches Museum Berlin

Auch die Website des Jüdischen Museums Berlin ermöglicht einen Einstieg zur deutsch-jüdischen Geschichte und ihrer Präsenz im Web.

***

 

Leo Baeck Institute N.Y.

Das Leo Baeck Institute in New York beherbergt die größte Sammlung zur deutsch-jüdischen Geschichte. Zahlreiche Infos und Links gibt es auch online.

***

 

 

 

HJS Heidelberg

Steinheim-Inst. Duisburg

Von den speziellen Forschungseinrichtungen zur (deutsch-)jüdischen Geschichte in Deutschland seien hier noch folgende genannt:

Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg

Salomon-Ludwig-Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte und Kultur, Duisburg

 

Sephardic Studies

Ein Portal zur Erforschung und Dokumentation des sephardischen Judentums ist Sephardic Studies.

***

 

Medieval Source Book / Jewish

Im Rahmen seines Medieval Source Book verfügt fordham.edu auch über Dokumente zur jüdischen Geschichte im europäischen Mittelalter.

***

 

friends-partners Start

friends-partners Übersicht

ÖThe Middle Ages

Ausgehend von einer Ausstellung zur Geschichte des russischen Judentums 1995 in Amsterdam wurde eine sehr interessante Online-Ausstellung auf der Website mit dem unspezifischen Titel friends-partners.org konzipiert, die in englischer Version aufgerufen werden kann. Von breiterem Interesse und ebenfalls sehr gut gestaltet mit hervorragendem Bildmaterial ist das Kapitel zum Mittelalter, das eigentlich nur die Vorgeschichte des Themas Judentum in Russland darstellt und sich schwer­punktmäßig auf Deutschland und Mitteleuropa, also das aschkenasische Judentum, bezieht. Das Bildmaterial reflektiert naturgemäß vorwiegend den Verfolgungs- und Diskriminierungsaspekt.

Jewish Encyclopedia

Die Jewish Encyclopedia ist ein monumentales Nachschlagewerk zur jüdischen Geschichte, das online zur Verfügung steht:

»This website contains the complete contents of the 12-volume Jewish Encyclopedia, which was originally published between 1901-1906. The Jewish Encyclopedia, which recently became part of the public domain, contains over 15,000 articles and illustrations. This online version contains the unedited contents of the original encyclopedia. Since the original work was completed almost 100 years ago, it does not cover a significant portion of modern Jewish History (e.g., the creation of Israel, the Holocaust, etc.). However, it does contain an incredible amount of information that is remarkably relevant today

***

Archiv Universität

Jerusalem

 

 

 

 

Dinur Center

Die Hebräische Universität Jerusalem bietet im Internet ebenfalls umfangreiche Recherche­möglichkeiten an (in englischer Sprache konsultierbar). Auf die Archiv­seite direkt kommt man über den Link  hier neben dran.

The Central Archives for the History of the Jewish People Jerusalem (CAHJP)

Hebrew University of Jerusalem

 

An der Hebräischen Universität befindet sich auch das Dinur Center for Research in Jewish History.

***

 

Jewish Cemetery Project

 

Alemannia judaica

Die monumentale Spurensuche vor Ort anhand jüdischer Friedhöfe auf der ganzen Welt hat sich das International Jewish Cemetery Project vorgenommen.

Im süddeutschen Raum kann man ein umfangreiches Verzeichnis jüdischer Friedhöfe sowie ehemaliger und bestehender Synagogen auf der Website der Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum konsultieren.

***

 

Compact Memory

Ein für die Forschung unvergleichliches Internetarchiv jüdischer Periodika ist unter dem Titel Compact Memory entstanden, dort werden jüdische Zeitschriften aus dem Zeitraum von 1806 bis 1939 komplett digitalisiert online präsentiert. Das Archiv wird in der Liste des UNESCO Archives Portal geführt.

***

 

BPB

Antisemitismus-Dossier

Die Bundeszentrale für Politische Bildung hat ein umfangreiches Angebot an Print- und Online-Publikationen zur deutsch-jüdischen Geschichte, zu Antisemitismus und Fremden­feindlichkeit. Jüngst wurde ein Antisemitismus-Dossier ins Web gestellt.

***

 

Nach oben

Home/

Gesamtübersicht

Last update: 26.11.2008

Wird fortgesetzt...

 

* Studentin am Semi­­nar für Didaktik der Geschichte der Uni­ver­sität Frankfurt a.M.

© D. Schleider, April 2007.

Analytische Präsentation einiger Internetseiten zur (deutsch-) jüdischen Geschichte

von Dorothea Schleider*

 

ÖChristen-und-Juden.de

Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit-Pfalz

Inhalt der Website

 

Unter der Rubrik „Materialien“ befinden sich aufschlussreiche Online-Artikel zur Geschichte der Juden in der Pfalz von der Neuzeit bis zu den Kreuzzügen.

 

Das pfälzische Judentum (von Bernhard Kukatzki)

Der Schifferstadter Historiker Bernhard Kukatzki liefert in seinem Beitrag eine detaillierte Darstellung jüdischer Geschichte in der Pfalz. Die Online-Fassung ist leicht gekürzt und behandelt die folgenden drei Epochen:

ù  Von den Anfängen bis zum Mittelalter

ù  Vom Beginn der Neuzeit bis zur Franzosenzeit

ù  Vom 19. Jh. bis heute

 

Judenverfolgung im rheinischen Raum zur Zeit der Kreuzzüge (von Holger Müller)

Zur Zeit der Kreuzzüge fanden einige der schlimmsten antijüdischen Pogrome statt. Während die einen das Gelobte Land von den "Ungläubigen" befreien wollten, zogen es andere vor, die "Ungläubigen" im eigenen Land heimzusuchen. Ein Schüler der 8. Klasse hat genauer nachgefragt, was damals mit den Gemeinden am Oberrhein geschah.

 

Judentum im Mittelalter - Es herrschte nicht immer Pogromstimmung (von Alexander Lang)

Die Geschichte der Juden im Mittelalter "ist mehr als eine Geschichte von Verfolgung und Leid“, wie Werner Transier, der wissenschaftliche Leiter der Ausstellung des Historischen Museum Speyer, betont.

 

Stationen durch das Jüdische Speyer (von Johannes Bruno und Eberhard Dittus)

Die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Speyer vom Mittelalter bis zur Neuzeit.

 

 

 

Verantwortlicher der Website

Die Gesellschaft Christlich-Jüdische Zusammenarbeit - Pfalz wurde am 07.03.1990 in Landau gegründet. Sie ist eine von 81 lokalen und regionalen Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit mit derzeit ca. 20.000 Mitgliedern, die im Deutschen Koordinierungsrat (DKR) der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit zusammen geschlossen sind. Schirmherr ist der Bundespräsident Horst Köhler. Die Gesellschaften entstanden in der Bundesrepublik Deutschland nach der Befreiung vom nationalsozialistischen Unrechtsstaat.

 

Ziele der Website

Die Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit setzen sich für die Verständigung und Zusammenarbeit zwischen Christen und Juden sowie für die Aufarbeitung des Holocaust ein.

Die Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit setzen sich ein für Verständigung und Zusammenarbeit zwischen Christen und Juden bei gegenseitiger Achtung aller Unterschiede, Erinnerung an die Ursprünge und Zusammenhänge von Judentum und Christentum, Selbstbesinnung in den chrtistlichen Kirchen hinsichtlich der in ihnen theologisch begründeten und geschichtlich verbreiteten Judenverachtung und Judenfeindschaft , Bewahrung der noch erhaltenen, vielfältigen Zeugnisse jüdischer Geschichte, Entfaltung freien, ungehinderten jüdischen Lebens in Deutschland, Achtung der Eigenständigkeit ethnischer Minderheiten, Solidarität mit dem Staat Israel als jüdische Heimstätte.
Sie wenden sich deshalb entschieden gegen alle Formen der Judenfeindschaft: religiösen Antijudaismus, rassistischen und politischen Antisemitismus, Rechtsextremismus und seine Menschenverachtung, Diskriminierung von Einzelnen und Gruppen aus religiösen, weltanschaulichen, politischen, sozialen und ethnischen Gründen, Intoleranz und Fanatismus. Die Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit sind offen für alle, die für diese Ziele eintreten“

Darstellung des historischen Hintergrunds

Die ersten jüdischen Gemeinden entstanden an den wichtigen Handelsstraßen und Flüssen an Rhein, Mosel, Donau sowie dem Elbflusssystem. Sie haben ihre Ursprünge in Frankreich, denn die rheinischen Gemeinden hatten engen Kontakt zu Frankreich, welches die Verbindung zum mediterranen Raum herstellte.

Auf der Website bekommt der Leser einen sehr guten Überblick über die Ansiedlung der Juden in der Pfalz und deren Gründe, über die rechtliche und soziale Lage der Juden, die an mehrere Stellen erörtert wird, sowie über die Bedeutung der pfälzischen Juden für den Weinhandel.

Die wissenschaftliche Betätigung der Juden am Rhein in der Theologie, Medizin und Pharmazie findet auf der Website ebenfalls Beachtung.

Es wird auch erwähnt, dass Frauengebetsräume wie in der Speyerer Synagoge den Schluss nahe legen, dass Frauen am religiösen Leben der jüdischen Gemeinden einen großen Anteil hatten.

 

Interkulturelle Schnittpunkte

Die Stellung der jüdischen Gemeinde in den Beziehungen zwischen Juden und Nichtjuden wird deutlich hervorgehoben.

Um die Vielfalt und Vielseitigkeit des jüdischen Lebens zu beleuchten, wird das Verhältnis zu den christlichen Bevölkerungsmehrheiten, die Organisation der Gemeinden sowie die wirtschaftliche, rechtliche, und soziale Situation der jüdischen Bevölkerungen thematisiert.

Die herausragende Bedeutung der Juden im Bezug auf ihrem Beitrag zur kulturellen und wissenschaftlichen Entwicklung wird auf dieser Website besonders hervorgehoben.

 

Weitere Informationen / Links

Ö "Mittelalterliche Judengemeinden am Rhein - Die SCHUM-Städte"

Ausgabe 2/2004 der von der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz herausgegebenen 'Blätter zum Land' als PDF-Datei.

Ö Magenza, das jüdische Mainz. Eine der ältesten jüdischen Gemeinden Deutschlands

Online-Dokumentation der Stadt Mainz

 

 

ÖHagalil online

Ödoku-archiv

Öhistory

haGalil – Archiv zur Dokumentation Jüdischer Kultur und Geschichte

Inhalte der Website

haGalil ist eine Artikelsammlung und ein Bildungs- und Informationsangebot zu vielfältigen Aspekten aktuellen jüdischen Lebens sowie jüdischer Geschichte, Kultur und Religion.

 

Außerdem befindet sich auf der Website eine Seite zum Thema „Judentum im Unterricht“.

 

Verantwortlicher der Website

Das Projekt wurde im Jahr 1995 von David Gall gegründet, der zusammen mit Eva Ehrlich Herausgeber der Seiten ist. David Gall ist Deutscher jüdischen Glaubens, geboren in Tübingen. Er hat mehrere Jahre in Israel gelebt und ist dann wieder nach Deutschland zurückgekehrt.

 

Der im Vereinsregister eingetragene Verein haGalil e.V. hat seinen Sitz in München und Tel Aviv

Zweck des Vereins ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung sowie der Völkerverständigung.

Dieser Vereinszweck wird insbesondere verwirklicht durch wissenschaftliche Forschung, die Veröffentlichung der gewonnenen Erkenntnisse in Druck- und EDV-Medien und durch Abhaltung von Kolloquien, Diskussionsforen, Bildungs- und Aufklärungsveranstaltungen über:

ù  Antisemitismus und Rechtsextremismus

ù  jüdische Kultur in Geschichte und Gegenwart

ù  Entstehung und Entwicklung des Staates Israel sowie dessen Einbindung im Nahen Osten.

 

Die Seiten von haGalil-online werden regelmäßig von zehn bis zwölf Personen ehrenamtlich betreut.

 

Der Verein haGalil finanziert sich durch Werbeeinnahmen und Spenden.
2002-2004 wurde er teilweise auch durch entimon (das Aktionsprogramm der Bundesregierung „Jugend für Toleranz und Demokratie - gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus“) gefördert.

Ziele der Website

Zu den Zielen von haGalil zählt die Berichterstattung über jüdisches Leben und jüdische Kultur in der Vergangenheit und in der Gegenwart in Deutschland und Europa, über die Entstehung und Entwicklung des Staates Israel sowie dessen Einbindung im Nahen Osten.

Besser: Ein zweiter Arbeitsschwerpunkt liegt auf dem Entgegenwirken antisemitischer und rechtsextremer Propaganda im Internet.

 

Darstellung des historischen Hintergrunds

Über eine Zeittafel bedeutender Ereignisse in der Geschichte der Juden in Deutschland gelangt man zu einer recht knappen Dokumentation einzelner Ereignisse und Entwicklungen.

 

Es werden zahlreiche Aspekte zur Geschichte des Judentums in Deutschland und speziell im Rheinland (Speyer, Worms und Mainz) thematisiert.

 

Der Leser bekommt einen guten Überblick über die Entstehung einzelner jüdischen Gemeinden in Deutschland. Eine Begründung für die Ansiedlung wird jedoch nur ansatzweise geliefert.

 

Interkulturelle Schnittpunkte

Interkulturelle Bezüge werden auf der Website sowohl in der Geschichte des Judentums, als auch in der Gegenwart aufgezeigt.

So wird z.B. die Bedeutung der Juden nicht nur in Verbindung mit Verfolgung thematisiert, sondern es wird auch die positive Bedeutung der Juden für die geschichtliche Entwicklung aufgezeigt.

 

 

ÖDamals...

Damals in Europa – Auf Spurensuche zwischen Maas und Rhein

Eine Website der Deutschen Forschungsgemeinde DFG

 

Inhalt der Website

Unter der Rubrik Damals in Europa werden anlässlich einer Ausstellung der DFG Beziehungen zwischen Juden und Christen im Mittelalter dokumentiert.

Die thematischen Schwerpunkte:

·         Die Stadt als Zentrum von Kult und Kultur

·         Beziehungen – Juden und Christen im Mittelalter

·         Sprechen und Schreiben über Grenzen hinweg

·         Hochfinanz und Kleinkredite – Über den Einfluss des Geldes

·         Das Papier und die neuen Medien

·         Die Festungsstadt im Brennpunkt

·         Neue Wege in der Mädchenerziehung

·         Arbeitsmärkte in frühindustrieller Zeit

 

Verantwortlicher der Website

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ist eine Einrichtung zur Förderung der Wissenschaft und Forschung in der Bundesrepublik Deutschland.

Die europaweit größte Forschungsförderungsorganisation mit dem Sitz in Bonn wird gemeinschaftlich als ein gemeinnütziger, eingetragener Verein von Bund und Ländern finanziert. Ihr Präsident ist Matthias Kleiner. Die DFG ist die zentrale Selbstverwaltungsorganisation der Wissenschaft in Deutschland.

 

Ziele der Website

Als Forschungsförderer unterstützt die DFG alle Fachdisziplinen und Wissenschaftsbereiche.

Dazu zählen: Forschungsförderung, Politikberatung, Interdisziplinarität, Vernetzung, Nachwuchsförderung, Internationalität, Wissenschaftliche Verantwortung und Diversity - Vielfalt im Wissenschaftssystem.

 

Darstellung des historischen Hintergrunds

Der Leser bekommt eine gute Übersicht über die geschichtliche Entwicklung jüdischer Ansiedlungen und den Beziehungen zwischen christlichen und jüdischen Gemeinden:

Im Hochmittelalter entstanden in den Kathedralstädten Frankreichs und Deutschlands nicht nur christliche, sondern auch jüdische Gemeinden. Das wachsende Netz jüdischer Ansiedlungen vor allem im Rheinland wurde über Jahrhunderte hinweg von diesen "Muttergemeinden" beeinflusst. Ihre geistigen und religiösen Tendenzen und Bräuche bildeten die kulturelle Grundlage des mitteleuropäischen Judentums. Die zeigen sich in ihrer ganzen Spannbreite zwischen Harmonie und Pogrom besonders deutlich am Beispiel der Stadt Worms.“

"In den ostfränkischen, im Rheinland gelegenen Städten
wimmelt es von jüdischen Gemeinden".
Aus den Annales Egmundani, 12. Jahrhundert

 

Interkulturelle Schnittpunkte

Die interkulturellen Schnittpunkte, die sich aus dem Zusammenleben zwischen christlichen und jüdischen Gemeinden ergeben, werden am Beispiel der Stadt Worms aufgezeigt.

Dabei werden Wechselwirkungen der jüdischen Gemeinde mit der städtischen Verfassungs- und Sozialgeschichte der Stadt Worms thematisiert.

Diskutiert werden die Funktionen der seit dem 11. Jahrhundert bestehenden Gemeinde nach innen und außen. Des Weiteren werden die Frage nach der Entwicklung des Rechtsstatus der Wormser Juden zwischen dem 13. und 14. Jahrhundert, die Problematik des Abschlusses der Judengasse im späten 15. Jahrhundert sowie die Frage nach den Motiven für das im Gegensatz zu fast allen benachbarten Städten und Bezirken starke Ausmaß an Kontinuität und Stabilität der jüdischen Ansiedlung bis in die Neuzeit erörtert.

 

 

Öhistoricum.net/Juden

Juden in der Geschichte der Frühen Neuzeit auf „historicum.net“

Inhalt der Website

Auf dieser Website bekommt man einen guten Überblick über die jüdische Geschichte in Deutschland ab 16 Jh.

 

·         Jüdische Geschichte

o    Der Status der Juden in der frühneuzeitlichen Gesellschaft

o    Zweierlei Historiographien

o    Zur Historiographie der Juden in Deutschland

o    Forschung und Lehre oder: Die Folgen einer akademischen Randexistenz

o    Forschungsstand

o    Die (deutsch-)jüdische Frühe Neuzeit - zur Periodisierung

o    Die jüdische Frühe Neuzeit im Alten Reich – Konturen

§  Prekäre Konsolidierung im territorialen Rahmen

§  Soziale Schichten 

§  Neue Kommunikationsräume

§  Pluralisierung und Oligarchisierung 

§  Buchdruck

§  Akkulturation

§  Individualismus

§  Haskala (Jüdische Aufklärung) 

§  Der kulturelle Spiegel: Die Sefarden

o    Hauptsiedlungsregionen in Europa

 

Des Weiteren befinden sich auf der Website eine Zeitleiste, umfangreiche bibliografische Angaben, Darstellung aktueller Forschungsprojekte und Arbeitskreise, eine Auflistung von Archiven und Museen sowie einen zur Literaturdatenbank von Germania Judaica IV führenden Link (à Die Literaturdatenbank des Projekts Germania Judaica IV umfasst ca. 3.500 Titel zur jüdischen Geschichte im Raum des heutigen Deutschland, schwerpunktmäßig für die erste Hälfte der Frühen Neuzeit.)

 

 

Verantwortlicher der Website

historicum.net - Geschichtswissenschaften im Internet e.V.
vertreten durch Prof. Dr. Gudrun Gersmann (Vorsitzende des Vereins) und Prof. Dr. Hubertus Kohle.

 

Ziele der Website

historicum.net versteht sich als "Netzwerk" für die Geschichtswissenschaften, an dem sich sowohl Institutionen und einzelne Wissenschaftler als auch Privatpersonen beteiligen können.

 

Zentrales Vereinsziel ist "die Förderung von Wissenschaft und Forschung durch die Entwicklung, Bereitstellung und Anwendung der digitalen Medien im Bereich der Geschichtswissenschaften."

 

Darstellung des historischen Hintergrunds

Der Leser bekommt einen guten Überblick über den aktuellen Forschungsstand der deutsch-jüdischen Geschichte.

 

 

Interkulturelle Schnittpunkte

Die Juden erschienen ihrer nicht-jüdischen Umgebung als mehr oder weniger fremd. Sie waren immer Angehörige zweier Welten und damit Subjekte und Objekte zweier Geschichtsschreibungen: der des jüdischen Volkes, seiner Religion, Organisation, Sprache, Literatur, Alltagskultur etc. (jüdische Geschichte) und der der Juden in Beziehung zu einem bestimmten geographischen, politischen und kulturellen Kontext (in Deutschland deutsch-jüdische Geschichte).

Auf der Website historicum.net werden die sich ergebenden Konflikte und Entwicklungen und die wirtschaftlichen Kontakte zwischen den Juden und ihrer Umwelt thematisiert.

 

25.4.2007

* Student am Semi­nar für Didaktik der Geschichte der Uni­ver­sität Frankfurt a.M.

© D. Rahmann, Juni 2007.

Jüdische Geschichte und Antisemitismus in Frankfurt am Main.

Bibliographie und Linkliste

von Dennis Rahmann*

 

 

Jüdische Geschichte und Antisemitismus in Frankfurt am Main

Literaturliste

Backhaus, Fritz: „Daß die Begünstigungen der Juden und Bluthunde so groß sei... Juden und Patriziat im alten Frankfurt“,  in: Archiv für Frankfurts Geschichte und Kunst 68 (2002)

Battenberg, Friedrich: „Der Kaiser und seine Kammerknechte. Gedanken zur rechtlich- sozialen Situation der Juden im späten Mittelalter und frühen Neuzeit“, in: Historische Zeitschrift 245 (1987).

Battenberg, Friedrich: „Ein Hofjude im Schatten seines Vaters – Wolf Wertheimer zwischen Wittelsbach und Habsburg“, in: Rotraud Ries / J. Friedrich Battenberg (Hg.): Hofjuden - Ökonomie und Interkulturalität. Die jüdische Wirtschaftselite im 18. Jahrhundert (=Hamburger Beiträge zur Geschichte der deutschen Juden.; XXV), Hamburg: Christians 2002.

Benz, Wolfgang (Hg.): Antisemitismus in Deutschland. Zur Aktualität eines Vorurteils, München, 1995.

Benz, Wolfgang: Bilder vom Juden. Studien zum alltäglichen Antisemitismus, München, 2001.

Breuer, Mordechai, Graetz, Michael: Deutsch-Jüdische Geschichte in der Neuzeit, Bde. 1-4 . Bd.1 (1600- 1780), München 1996.

Broder, Henryk M.: Der ewige Antisemit. Über Sinn und Funktion eines beständigen Gefühls, Frankfurt / Main, 1986.

Bruinier, Thomas: „Die 'Judensau'. Zu einem Symbol des Judenhasses und seiner Geschichte“, in: Forum Religion 4/1995, S. 4–15

Die Frankfurter Judengasse. Jüdisches Leben in der frühen Neuzeit, hg. con Fritz Backhaus u.a. Frankfurt am Main 2006 (Schriftenreihe des jüdischen Museums Frankfurt am Main, 9)

Friedrichs, Christopher R.: “Politics or Progrom? The Fettmilch Upspring in German and Jewish History”, in: Central European History 19 (1986)

Frey, Winfried: „Vom Antijudaismus zum Antisemitismus. Ein antijüdischer Pasquill von 1606 und seinen Quellen“, in: Daphnis 18 (1989)

Fuchs, Eduard: Die Juden in der Karikatur. Ein Beitrag zur Kulturgeschichte, München, 1921.

Glasgemälde aus Frankfurter Sammlungen, bearbeitet von Susanne Beeh-Lustenberger, hg. vom Kuratorium kulturelles Frankfurt. Frankfurt am Main 1965.

Goethe, Johann Wolfgang von: Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit, in: Goethes Werke, Hamburger Aussagen in 14 Bänden, hg. von Erich Trunz, Bd.9: Autobiographische Schriften , 12. Auflage München, 1994.

Grebner, Gundula: „Die Judensaudarstellung am Frankfurter Brückentor als Schandbild. Funktion der Bekleidung von Juden im Bild“, in: Kopf und andere Tücher, hg. von Gisela Engel und Susanne Scholz, Berlin, 2006.

Handbuch der deutschen Geschichte, 9 Auflage, Hg: Herbert Grundmann, Bd. 1-?, Stuttgart 1970.

Israel, Jonathan: European Jewry in the Age of Mercantilism 1550-1750, 3. Auflage London- Portland, 1998.

Koch, Rainer: „1612- 1616 Der Fettmilchaufstand. Sozialer Sprengstoff in der Bürgerschaft“, in: Archiv für Frankfurter Geschichte und Kunst 63 (1997)

Kracauer, Isidor: „Die Geschichte der Judengasse in Frankfurt am Main“, in: Festschrift der Israelitischen Gemeinde [Philantropin], Frankfurt am Main, 1904.

Kracauer, Isidor: „Wie die Frankfurter Juden Karl dem 7 huldigten“, in: Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland 3 [1891].

Kracauer, Isidor; Geschichte der Juden in Frankfurt am Main (1150-1824), 2 Bde, Frankfurt am Main, 1925/1927.

Meyn, Matthias: Die Reichsstadt Frankfurt vor dem Bürgeraufstand von 1612-1616. Struktur und Krise, Frankfurt am Main, 1980 (Studien zur Frankfurter Geschichte).

Press, Volker: „Matthias 1612-1619“, in: Die Kaiser der Neuzeit. 1519-1918, hg. von Anton Schindlinger und Walter Ziegler, München 1990, S. 112-123, 477-478.

Rohrbacher, Stefan / Schmidt, Michael: Judenbilder. Kulturgeschichte antijüdischer Mythen und antisemitischer Vorurteile, Reinbek: Rowohlt. 1991

Roltes, Jutta E. „Die Juden der Reichsstadt Frankfurt am Main zur Zeit des Fettmilchaufstandes 1612- 1616“, in: Archiv für Frankfurter Geschichte und Kunst 63 (1967)

Schoeps, Julius H. / Schlör, Joachim (Hrsg.): Bilder der Judenfeindschaft. Antisemitismus, Vorurteile und Mythen, Augsburg: Bechtermünz, 1999.

Schöner, Petra: Judenbilder im deutschen Einblattdruck der Renaissance. Ein Beitrag zur Imagologie, Baden Baden, 2002.

Schouwink, Wilfried: Der wilde Eber in Gottes Weinberg. Zur Darstellung des Schweins in Literatur und Kunst des Mittelalters, Sigmaringen: Thorbecke, 1985, S. 75–88

Schreckenberg, Heinz: Die Juden in der Kunst Europas. Ein historischer Bildatlas, Göttingen: Vandenhoek und Ruprecht, 2002, darin: „Das 'Judensau'-Motiv“, S. 343–349

Schubert, Kurt: „Gottesvolk – Teufelsvolk – Gottesvolk“, in: Die Macht der Bilder, Jüdisches Museum der Stadt Wien, 1995.

Shacha Isaiah r.: The Judensau: A Medieval Anti-Jewish Motif and its History, London: Warburg Institute, 1974.

Treue, Wolfgang: Der Trienter Judenprozess. Voraussetzung, Ablauf, Auswirkung, Hannover, 1996 (Forschung zur Geschichte der Juden, Abteilung, Abhandlungen,4 )

Wendenhorst, Stephan: „Advocatia Imperatoris Judaica. Der Kaiser, das Reich und die Juden in der frühen Neuzeit“ , Lesebuch Altes Reich, hg. von dems. und Siegrid Westphal, München, 2006.

Wendenhorst, Stephan: Die Frankfurter Judengasse: Jüdisches Leben in der frühen Neuzeit, hg. von Fritz Backhaus u.a., Frankfurt am Main, 2006.

Wendenhorst, Stephan: Jüdische Geschichte als imperiale Geschichte: Die Juden des alten Reiches, das Reichskammergericht und der Reichshofrat, in: Zeitblicke 3 (2004)

 

Internetseiten:

Bilddarstellung der “Judensau” an der alten Brücke in Frankfurt am Main

http://www.juedischesmuseum.de/dauerausstellungen/juedischesmuseum/judenfeindschaft.html

http://www.lomdim.de/md2001/032001md02.html

Evangelischer Arbeitskreis Kirche und Israel in Hessen-Nassau

(Jüdische Gemeinde Frankfurt a.M.)

http://www.lomdim.de/md2003/02/022003md06.html

(Das Motiv der Judensau)

http://www.lomdim.de/md2003/02/022003md07.html

(Die Kölner Judensau)

http://solutix.de/content/view/430/112/

Liberale jüdische Gemeinde Ruhrgebiet – Perusch, Oberhausen

http://commons.wikimedia.org/wiki/Image:Judensau_Frankfurt.jpg

http://www.christen-und-juden.de/index.htm?html/judensau.htm

Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Pfalz

http://www.stadtgeschichte-ffm.de/artikel/kennzeichnung.html

Institut für Stadtgeschichte

http://www.tguv.de/baustein.dgb-bwt.de/PDF/C2-Judensau.pdf

DGB-Bildungswerk Thüringen

http://www.stadtgeschichte-ffm.de/artikel/kennzeichnung.html

http://www.rpi-virtuell.net/home/pwill/jud.htm

Religionspädagogisches Literatur- und Medienverzeichnis „Judentum“

rpi-virtuell Comenius-Institut Münster, Pfr. Joachim Happel, Steinau

 

Internetseiten:

Der Fettmilchaufstand

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Fettmilch-Aufstand

http://www.judengasse.de/dhtml/E005.htm

http://www.juedischesmuseum.de/judengasse/dhtml/T043.htm

http://www.juedischesmuseum.de/judengasse/dhtml/P110.htm

http://www.student-online.net/Publikationen/59/

http://www.compactmemory.de/library/seiten.aspx?context=pages&ID_0=13&ID_1=299&ID_2=6356&ID_3=63404&

http://fettmilchaufstand.know-library.net/

 

 

 

11.7.2007

 

Auswahlbibliographie von Printmedien

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ÖChr. Cluse

 

 

ÖHistoria-iudaica

 

 

1. Allgemeine fach- und populärwissenschaftliche Literatur:

Vorab sei auf die praktische und kostengünstige Reihe C.B. Beck Wissen hingewiesen, v.a. auf folgende Werke:

Kurt Schubert: Jüdische Geschichte, München 1995, 5. Aufl. 2000.

Eckart Otto: Das antike Jerusalem. Archäologie und Geschichte, 2008.

Georg Bossong: Die Sepharden. Geschichte und Kultur der spanischen Juden, 2008.

Michael Brenner: Geschichte des Zionismus, 2002, 22005.

a) Zur Begegnung der drei Kulturen (Judentum, Christentum, Islam) im Mittelalter:

Das Ausstellungsprojekt Ex Oriente in Aachen 2003 hat den Kontakt zwischen Karl dem Großen und Harun al-Raschid zum Ausgangspunkt einer großen Darstellung dreier Kulturen um 800 gemacht, der christlichen und islamischen sowie der jüdischen als Vermittlerin, personifiziert im Botschafter Karls, dem Juden Isaak – mit Brückenschlägen zu heute: Wolfgang Dressen / Georg Minkenberg / Adam C. Oellers (Hg.): Ex oriente. Isaak und der weiße Elefant. Bagdad – Jerusalem – Aachen. Eine Reise durch drei Kulturen um 800 und heute. 3 Bände und ein Handbuch zur Ausstellung, Mainz (Philipp von Zabern) 2003.

Eine interessante Vergleichsstudie über die Juden unter christlicher und islamischer Herrschaft liefert Mark R. Cohen: Unter Kreuz und Halbmond. Die Juden im Mittelalter. München (C.H. Beck), 2005. [Princeton, 1994].

Die trialogische Beziehung berücksichtigt auch Kay Peter Jankrift: Europa und der Orient im Mittelalter. Stuttgart (Theiss), 2007.

Eine wichtige Enzyklopädie zum Thema ist: John Block Friedman / Kristen Mossler-Figg (Hg.): Trade, Travel and Exploration in the Middle Ages. An Encyclopedia. New York / London (Garland)

Geschichte lernen N°120, Nov. 2007: „Kreuzzüge“, herausgegeben von Arnold Bühler.

b) Zur europäisch-jüdischen Geschichte:

Ute Schall: Die Juden im Römischen Reich. Regensburg (Pustet), 2002.

Obwohl nicht das Mittelalter betreffend, dennoch wichtig als Grundlage für die Frage nach der Entstehung der Diaspora.

 

Rudolf Hirsch / Rosemarie Schuder: Der gelbe Fleck. Wurzeln und Wirkungen des Judenhasses in der deutschen Geschichte. Köln (PapyRossa), 1999.

Haim Hillel Ben-Sasson (Hg.): Geschichte des jüdischen Volkes. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. München (Beck) 3 Bde 1978-80, Neufauflage in einem Band 2007.

Nicholas de Lange (Hg.): Illustrierte Geschichte des Judentums. Frankfurt/M. (Campus), 2000.

Julius H. Schoeps / Hiltrud Wallenborn (Hg.): Juden in Europa. Ihre Geschichte in Quellen. Bd.1: Von den Anfängen bis zum späten Mittelalter. Darmstadt (WBG), 2001.

Europas Juden im Mittelalter, Schwerpunkt in: Damals 12/2004.

Christoph Cluse (Hg.): Europas Juden im Mittelalter. Beiträge des internationalen Symposiums in Speyer vom 20.-25.10.2002. Trier (kliomedia), 2004.

Auf den Websites des Herausgebers bzw. des Arye-Maimon-Instituts der Universität Trier finden sich zahl­reiche Textquellen sowie die Abstacts der Tagung.

Europas Juden im Mittelalter. Katalog der Ausstellung in Speyer, herausgegeben vom Histo­rischen Museum der Pfalz, Speyer (Hatje Cantz), 2004.

 

ÖWelt der Bibel

 

Hervorragende Beiträge, wissenschaftlich fundiert aber didaktisch für ein breiteres Publikum reduziert, mit hochwertigem Bildmaterial liefert regelmäßig auch die Zeitschrift Welt und Umwelt der Bibel, herausgeg. vom Katholischen Bibelwerk Stuttgart als deutsche Ausgabe der französischen Zeitschrift Le monde de la Bible. Für unsere Zwecke im weitesten Sinne interessant sind hier v.a. die folgenden Ausgaben; die auf die Antike bezogenen Themen sind hinsichtlich der Vorgeschichte der mittelalterlichen Beziehungen zwischen Christentum und Judentum von Bedeutung.

Nr. 4, 2. Quartal 1997: Das Heilige Land

Nr. 13, 3. Quartal 1999: Der Tempel von Jerusalem

Nr. 15, 1. Quartal 2000: Der Koran und die Bibel

Nr. 16, 2. Quartal 2000: Faszination Jerusalem

Sonderheft 2002: Entlang der Seidenstraße. Das Christentum auf dem Weg nach Osten.

Interessant wegen der Geschichte des Christentums im Orient.

Nr. 29, 3. Quartal 2003: Die Kreuzzüge

Nr. 32, 2. Quartal 2004: Flavius Josephus. Geschichtsschreiber zur Zeit Jesu

Nr. 33, 3. Quartal 2004: Der Jakobsweg

Nr. 35, 1. Quartal 2005: Von Jesus zu Muhammad

Nr. 38, 4. Quartal 2005: Juden und Christen. Geschichte einer Trennung

In der UB vorhanden sind leider nur zwei Hefte (Nr.16 u. 32), aber die komplette Reihe liegt in St. Georgen vor, außerdem können Hefte auch per Fernleihe über das HeBIS bestellt werden.

Auf der Website der Zeitschrift finden sich zu einzelnen Schwerpunktthemen auch ausführliche Linksammlungen.

 

Nach oben

Home/

Gesamtübersicht